Selbstheilungskräfte aktivieren – Einfache Übungen für jeden Tag

Selbstheilungskräfte aktivieren
Einfache Übungen für jeden Tag


Selbstheilungskräfte trägt jeder von uns in sich. Durch sie sind wir in der Lage, körperliche und seelische Wunden zu heilen – ohne Einfluss von außen. Heilkräfte wirken auf drei Ebenen. Je mehr wir auf uns achtgeben, desto stärker werden sie. Was den inneren Arzt blockiert und mit welchen Übungen Sie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren, lesen Sie in diesem Artikel.

Übersicht

Für die Regeneration unserer Zellen sind Schlaf, Bewegung, Entspannung, gesunde Ernährung und ein stabiles Umfeld wichtig. Eine Säule wird jedoch gerne vergessen, weil sie weniger greifbar ist: Die Kraft unserer Gedanken. Gedanken beeinflussen die Gesundheit viel stärker, als wir glauben. Durch sie können wir nicht nur Stress reduzieren, sondern auch ungeahnte Selbstheilungskräfte erwecken.


Was sind Selbstheilungskräfte?

Der Körper ist ein wahres Wunderwerk, was unterbrochen danach strebt, im Gleichgewicht zu bleiben. Krankheitserreger werden wie von allein abgewehrt, Wunden verschließen sich, Muskeln und Knochen regenerieren über Nacht. Selbstheilungskräfte sind die Quelle dieser erstaunlichen Fähigkeiten. Man spricht auch von Heilkräften der Natur oder dem inneren Arzt, der die gesunde Ordnung im Körper permanent aufrechterhält und bei Krankheit wieder herstellt. Wissenschaftlich ist gut belegt, dass der Körper Selbstheilungskräfte besitzt. Bis zu 90 % aller Krankheiten soll er aus sich heraus heilen können – wenn wir ihn nicht blockieren. Selbstheilungskräfte wirken auf drei Ebenen:

  1. Physisch bei der Regeneration von Zellen oder beim Abwehren von Bakterien und Viren
  2. Emotional beim Stressabbau oder dem Heilen von seelischen Verletzungen
  3. Geistig beim Stärken von Denkfähigkeit und Kreativität


Wodurch werden Selbstheilungskräfte blockiert?

Immer wieder gibt es Zeiten, in denen uns Dinge über den Kopf wachsen. Psychischer Druck, negative Gedanken, traumatische Erlebnisse oder Ängste lassen sich im Leben selten vermeiden. Gleichzeitig schwächen diese Stressauslöser die körpereigenen Heilkräfte, denn die greifen erst richtig, wenn sich der Organismus im Ruhemodus befindet. Als Teil des vegetativen Nervensystems ist der sogenannte Parasympathikus für Entspannung, Regeneration und Heilung zuständig. Der Sympathikus aktiviert hingegen unsere Leistungsbereitschaft und sorgt für die Ausschüttung von Stresshormonen. Er versetzt Körper und Seele in einen Alarmzustand. Selbstheilungskräfte werden in dieser Zeit gehemmt und die Anfälligkeit für Krankheiten steigt. Nicht ohne Grund gehört langanhaltender Stress zu den größten Risikofaktoren der Gesundheit. Wir können Stress zwar nicht aus dem Weg gehen, aber wir können ändern, wie sehr er uns tangiert.



Selbstheilungskräfte aktivieren


Der Placebo Effekt als Schlüssel

Der Placebo-Effekt gilt als das bekannteste, wissenschaftliche Beispiel dafür, wie stark die Verbindung von Körper und Geist ist. Er zeigt, welchen Einfluss unsere Einstellung auf die Dinge hat und wie sie sich auch auf unsere Gesundheit auswirkt. Allein das Vertrauen in die Wirksamkeit eines Medikamentes lindert Schmerzen, Angst und Anspannung. Das Gehirn schüttet zahlreiche Glücksbotenstoffe aus, die den Heilungsprozess beschleunigen. Dagegen können negative Gedanken und die Angst vor gesundheitlichen Folgen Nebenwirkungen verstärken und nachweislich krank machen. Untersuchungen haben gezeigt, dass die subjektive Wahrnehmung von Stress mit der Höhe des Adrenalinspiegels korreliert. Wie wir Erlebtes wahrnehmen und interpretieren, hat messbare Auswirkung auf die Biochemie des Körpers. Heute gibt es ein eigenes Forschungsgebiet, was sich mit den Zusammenhängen von Körper und Psyche beschäftigt: Die Psychoneuroimmunologie.


Selbstheilungskräfte aktivieren: So funktioniert‘s

Während Sie diese Zeilen lesen, gleitet Ihr Blick von links nach rechts, ohne dass Sie sich dessen bewusst sind. Jetzt achten Sie darauf und nehmen, was vorher unterbewusst ablief, achtsam wahr. Über 90 % aller Eindrücke, die wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen, speichern wir unterbewusst ab. Ohne Filter würde uns die Reizüberflutung im Alltag überfordern. All diese Informationen sind da – gut aufbewahrt im Körpergedächtnis. Das ganze Leben begleiten es uns und beeinflusst, wie wir denken, wie wir neue Situationen wahrnehmen oder auf Stress reagieren.

Mit Achtsamkeit können Sie auf Ihr Archiv zugreifen. Hineinhören, es durchstöbern und an den richtigen Stellen umschreiben. Wie die Umprogrammierung des Unterbewusstseins funktioniert, zeigen folgende einfache Übungen, die Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren:

  1. Übung: Bewusst Atmen
    Direkt nach dem Aufstehen, zwischendurch, im Wartezimmer oder bei einer Abendmeditation: Atemübungen sind die einfachste Methode, um den parasympathischen Teil des Nervensystems zu aktivieren. Ruhige, tiefe Atemzüge signalisieren Ihrem Unterbewusstsein Sicherheit. In diesem Moment ist alles gut. Nur das Hier und Jetzt zählt. Luft strömt ein und aus. Sauerstoff und neue Energie füllen Ihre Lungen, Anspannung und Negativität fallen ab. Sie fließen mit dem Ausatmen nach draußen, lösen sich auf.

    Lesetipp: Die besten Atemübungen zum Entspannen

  2. Übung: Visualisieren
    Machen Sie es sich im Sitzen oder Liegen bequem. Schließen Sie für diese Übung gerne die Augen.
    Lassen Sie zwischen Ihren Zehen ein helles Licht entstehen. Langsam wird es größer und beginnt sanft zu pulsieren. Stück für Stück breitet es sich über die Fußrücken, Knöchel, Waden, Oberschenkel und den Bauch im ganzen Körper aus, auch Brust und Rücken beginnen zu leuchten. Über Ihre Schultern, Oberarme, Unterarme und in die Handgelenke strömen heilsame Strahlen, bis in die Fingerspitzen. Ihr ganzer Körper pulsiert in einem gleißenden, hellen Licht eingetaucht. Sie können Ihre Aufmerksamkeit für einige Minuten darauf lenken, oder die Übung von vorne beginnen.

    Visualisierungen sind einfache Achtsamkeitsübungen, durch die Sie Ihren Fokus auf etwas Positives und Heilendes lenken – weg von den Belastungen des Alltags. Sie schaffen einen inneren Raum, indem Sie aktiv entscheiden, worauf Ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist.

    Auch für Menschen mit chronischen Beschwerden oder schweren Erkrankungen ist diese sanfte und gleichzeitig wirkungsvolle Übung geeignet. Sie hilft dem Körpergedächtnis, sich daran zu erinnern, wie es sich anfühlt vollkommen gesund und glücklich zu sein. Das wirkt sich positiv auf die Selbstheilung aus und baut Stress ab. Wenn Ihnen eine geführte Visualisierung leichter fällt, schauen Sie mal auf YouTube vorbei. Dort finden Sie viele Anleitungen für Autogenes Training und heilende Meditationen.

  3. Übung: Lachen
    Wenn Sie herzhaft lachen, werden in Ihrem Körper zahlreiche Muskeln angesprochen, Glücksbotenstoffe ausgeschüttet und die Produktion von natürlichen Abwehrzellen angekurbelt. Lachen ist gesund, wie verschiedenste Studien zeigen. Lachen puffert Stress ab, stärkt das Immunsystem und aktiviert Ihre Selbstheilungskräfte. Spannend dabei: Es funktioniert auch, wenn Sie ein Lachen künstlich provozieren oder das Lächeln aufsetzen. Probieren Sie es mal aus!

  4. Übung: Glaubensätze positiv formulieren
    „Ich schaffe das nicht“, „ich bin nicht gut genug“, „ich darf keine Fehler machen“, „ich bin gestresst“. Das sind typische negative Glaubenssätze. Wir kennen sie alle. Es ist schwer, sie auszuschalten. Glaubenssätze werden schon in der frühen Kindheit geprägt. Sie sind tief im Unterbewusstsein verankert und festigen sich durch unsere Erfahrungen. Glaubenssätze haben eine enorme Auswirkung auf unser Handeln, wie wir mit anderen Menschen interagieren oder wie wir unser Leben bewerten. Während negative Glaubenssätze mit einem geringen Selbstwertgefühl, Ängsten oder Stressreaktionen in Verbindung stehen, helfen positive Glaubenssätze, optimistisch und zuversichtlich zu bleiben. Ziele erreichen, glücklich sein und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, funktioniert am besten, wenn wir von unseren Fähigkeiten überzeugt sind.

    Negative Glaubenssätze auflösen:
    1. Der wichtigste Schritt ist, die eigenen Glaubenssätze zu erkennen. Fragen Sie sich mal: Wie bewerte ich mich? Welche Annahmen habe ich über andere und mich selbst? Was erwarte ich von der bevorstehenden Situation? Vielen hilft es, sich bewusst in Situationen zurückzuversetzen, sei es auf der Arbeit oder in einem Gespräch. Welche negativen Gedanken kamen hoch oder sind gerade präsent?
    2. Im zweiten Schritt bringen Sie die 5 stärksten Glaubenssätze zu Papier. Dann fällt es Ihnen leichter, sie umzuschreiben. „Ich bin genug“, „ich darf Fehler machen“, „ich werde wertgeschätzt“, „ich schaffe diese Aufgabe“ oder „ich bin entspannt“ sind Beispiele für positive Glaubenssätze.
    3. Unser Unterbewusstsein lernt durch Wiederholung. Indem Sie positive Glaubenssätze regelmäßig wiederholen, im Kopf oder laut ausgesprochen, verinnerlichen Sie das Gesagte und fangen an sich selbst zu überzeugen.
    4. Überzeugungen werden durch Bestätigung gestützt. Daher ist es wirkungsvoll, positive Glaubenssätze auch mit Erfahrungen zu verknüpfen. Schauen Sie bewusst darauf, wann sich Ihre Affirmationen im Alltag bestätigen. Der Kopf liefert uns immer Beweise dafür, warum unsere Annahmen stimmen – wenn wir darauf achten.
    5. Seien Sie geduldig mit sich und versuchen Sie auch den Weg zum Ziel zu genießen. Das Unterbewusstsein umzuprogrammieren ist wie einen Muskel zu trainieren: Es geht nicht von heut auf morgen. Gleichzeitig werden Sie schon nach kurzer Zeit spüren, dass sich Denkmuster positiv verändern.

  5. Übung: Körperintelligenz nutzen
    Im harmonischen Zusammenspiel arbeitet der Körper auf physischen, seelischen und geistigen Ebenen. Er trägt alles in sich, was er zur Heilung braucht. Geraten wir zu stark aus dem Gleichgewicht, meldet er sich mit Symptomen und bittet um Unterstützung. Diese Körperintelligenz können wir nutzen, indem wir auf Hilferufe eingehen. Viel zu oft ignorieren wir Signale und handeln, wenn es eigentlich zu spät ist.

    So verbinden Sie sich direkt mit Ihren Selbstheilungskräften:

    Es klingt für den ein oder anderen komisch, aber sprechen Sie mit Ihren Organen und Zellen. Fragen Sie den Magen, warum er gerade rebelliert. Fragen Sie den Nacken, warum er sich heute zusammenzieht. Fragen Sie den Kopf: Warum schmerzt du und was kann ich tun, damit es dir besser geht? Mit dieser einfachen Übung stellen Sie automatisch eine Beziehung zu Ihrem Körper her. Dadurch werden Sie achtsamer, räumen sich eher eine Atempause ein und greifen zu gesünderen Lebensmitteln.

  6. Übung: Die kleinen Dinge schätzen
    Es liegt in der Natur des Menschen, sich auf Dinge zu konzentrieren, die noch nicht sind. Dabei vergessen wir schnell, was wir bereits geschafft haben und welche Schätze unser Leben längst bereichern. Um sich dessen regelmäßig bewusst zu werden, haben sich positive Tagesrückblicke und Dankbarkeitsübungen bewährt.

    Nehmen Sie sich dafür ein paar Minuten Zeit und zählen Sie auf, wofür Sie heute dankbar sind. Das können Sie auch in einem Tagebuch festhalten oder in den Notizen des Handys speichern. Außerdem hilft es, den Tag Revue passieren zu lassen und Dinge festzuhalten, die schön waren oder gut liefen.

  7. Übung: Mit anderen verbinden Vertrauen, Wertschätzung, Freude und Zuneigung: Studien zeigen deutlich, erfüllte Kontakte fördern nicht nur unsere Gesundheit, sie sind unverzichtbar für ein glückliches und langes Leben. Enge soziale Bindungen geben Stabilität und Sicherheit, stärken unser Immunsystem und senken das Risiko für psychische Erkrankungen.

    Nicht die Anzahl der Freunde oder Familienmitglieder ist entscheidend, auf die Beziehungen selbst kommt es an. Vielleicht rufen Sie heute mal einen Freund/eine Freundin an, bei dem/der Sie sich längst melden wollten?


Selbstheilungskräfte - der Innere Arzt


Grenzen der Selbstheilung

Gelassenheit üben, die Vorstellungskraft trainieren, positive Gedanken fördern, Beziehungen festigen und auf die Signale des Körpers hören, all diese Übungen sind vor allem als Prophylaxe wichtig. Damit können Sie Ihre Selbstheilungskräfte aktivieren, um schwere Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Werden notwendige Strukturen des Körpers zum Beispiel durch tiefe Verletzungen, Entzündungen oder Krebszellen zerstört, stoßen Selbstheilungskräfte an ihre Grenzen. Nehmen Sie in solchen Fällen immer Hilfe von außen an und lassen Sie sich ärztlich behandeln. Achtsamkeitsübungen empfehlen sich in solchen Fällen als begleitende Therapie, um Heilung auf allen Ebenen zu unterstützen.

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  • Ganzheitliche Heilung

    Selbstheilung als Placebo zu bezeichnen wird dem Konzept nicht ganz gerecht. Selbstheilung ist Teil unseres Alltags. Unser Körper ist ständig im Heilungsprozess - meist merken wir dies gar nicht. Sich dieser Heilung bewusst zu werden macht es zur Selbstheilung und ermöglicht es diesen Prozess ganzheitlich ins Leben zu integrieren. Beim Arztbesuch z.B. sollte auf die Selbstheilung eingegangen werden bevor man Arzneimittel verschreibt. Manchmal ist aber natürlich auch mit der Selbstheilung eine Grenze erreicht und traditionelle Medizin kann viel bewirken. Ganzheitlich ist für mich der entscheidende Begriff.
    Toller Artikel - macht weiter so am Andreashof.

  • Super Blog

    Danke für den interessanten Blog! Ich les mir immer eure Beiträge durch und sie sind wirklich bereichernd. Das Thema Selbstheilung ist schon immer relevant und gerade in den letzten drei Jahren noch viel bedeutender geworden. Ich hoffe euer Artikel erreicht viele Menschen! Liebe Grüße an den Andreashof - Verena

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